Der Chor steht im Mittelpunkt.
Für mich ist Chorleitung mehr als Probenarbeit – es ist die Freude daran, wie aus vielen einzelnen Stimmen ein gemeinsamer Klang entsteht.
Ich arbeite überwiegend mit Popchören und arrangiere den größten Teil des Repertoires selbst. So kann ich auf die konkrete Situation im Chor eingehen – auf Besetzung, Stimmverteilung und Möglichkeiten.
Ausgangspunkt sind oft Vorschläge aus dem Chor. Ich entscheide, welche Titel sich eignen, und entwickle daraus Arrangements, die für die jeweilige Gruppe funktionieren. Dabei geht es mir nicht nur um Klang, sondern um Klarheit: Der Chor steht im Mittelpunkt.
Ich arbeite bewusst mit wenig instrumentaler Begleitung. Viele Stücke sind a cappella, andere werden vom Klavier getragen – als Begleitung, nicht als Soloinstrument.
Ziel ist ein Klang, in dem der Chor hörbar bleibt und wirkt – ohne von Begleitung oder Technik überdeckt zu werden. Wenn das gelingt, ist das für mich jedes Mal wieder ein besonderer Moment.
Ein Beispiel aus der Praxis
Wie so ein Projekt in der Praxis aussehen kann, zeigt die Uraufführung des Pop-Oratoriums „Die Welt in 100 Jahren“: Dafür konnten 16 neue Sängerinnen und Sänger gewonnen werden. Die Aufführung fand in der fast ausverkauften Stadthalle Sigmaringen mit Kartenvorverkauf über Reservix statt. Ein großer Erfolg für den Chor, ein Erlebnis fürs Publikum, zum Schluss war sogar noch Geld übrig.